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7.10.02

Pflegeprodukte für's Windeltragen

Was für Babies gut ist, kann für uns Windelträger ja nicht schlecht sein: Creme, Puder und Öl zur Hygiene und Pflege der besonders beanspruchten Haut im Windelbereich:

Creme
Der Klassiker mit dem typischen frische-Windel-Geruch kommt aus dem Hause Penaten. Laut Hersteller ist die dicke, weiße Creme gut bei wunder Haut und wird oft zur Vorbeuge davor verwendet. Tipp: großzügig über den Schrittbereich verteilen, und dabei nicht den Po vergessen, dann die Windel vorsichtig schließen, und nichts an die Klebebänder kommen lassen - je mehr, desto besser!

Puder
Ebenfalls gut zum Wundschutz, da er hilft, empfindliche Hautpartien wie im Schrittbereich Wundreiben zu schützen. Ideal auch für einen kurzen Windelwechsel, da er schnell und unkompliziert verteilt werden kann und frischen Duft hinterlässt.


Pflegetücher
Mit den feuchten, leicht duftenden Tüchern im DIN A5 -Format lässt sich die Haut besonders sanft nach dem großen Geschäft säubern. Auch wenn nur eingenässt wurde, fühlt es sich super an, vorm Anlegen der nächsten Windel kurz von Creme-, Kot- und Urinrückständen saubergewischt zu werden.
Die flauschigen Feuchttücher mit babyzarter Lotion spenden der Haut Feuchtigkeit und schützen vor dem Austrocknen.


Öl/Duschbad/Duschcreme
Babyhaut ist wesentlich emfpindlicher als erwachsene Haut und braucht deshalb besonders hautfreundliche Waschprodukte; für uns dürfte es auch ein gutes Duschgel wie Seba-Med tun, die Babyprodukte kosten aber auch nicht viel mehr, warum also nicht ein "authentisches" Produkt benutzen!

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2.10.02

Windeln aus dem Drogeriediscount


Als ich am Monatag Abend in die nahe gelegenen Schönhauser Allee Arkaden ging, wollte ich eigentlich nur schnell meinen zu Ende gegangenen Vorrat an Haargel wieder auffallen. Wie ich dann so durch die Reihen von Drospa/IhrPlatz stöberte, fiel mir im Regal der Damenbinden ein ganz besonders großes Paket auf, das noch deutlich mit einem roten Schild als Sonderangebot angepriesen war: Inkontinenzslips, 10 Euro.
Zum Glück war der Drogeriemarkt recht leer; so konnte ich ungestört das geheimnisvolle Paket inspizieren. Es enthielt laut Aufschrift 20 Hygieneslips, Größe Mittel, für einen Körperumfang von 80 bis 110 cm. Dann stand da noch "Sicherheit und Hygiene bei Inkontinenz" sowie recht oben in der Ecke "Optimaler Tragekomfort und optimale Sicherheit". Auf der Rückseite war eine große Windel schematisch gezeichnet, deren hoher Tragekomfort und doppelte Auslaufsicherheit durch gleich zwei Auslaufsperren noch einmal hervorgehoben wurde. An den beiden Außenseiten des Paketes waren die ganze Produktreihe von Netzhöschen bis Vorlagen sowie umfangreiche Illustrationen zum Anlegen der Windel.
Zwar wusste ich, dass es in manchen Drogerien auch Windeln zu kaufen gibt, allerdings bin ich stets von einem überhöhten Preis bei mangelhafter Qualität ausgegangen. Bei 10 Euro sah das aber schon ganz anders aus! An der Kasse legte ich zunächst das Gel, dann das Windelpaket. Daraufhin griff die etwa zwanzigjährige Kassiererin erst mal ans Telefon, um ihre Kollegin lauthals nach dem Preis der "Inkontinenzslips" zu fragen. Die wusste nicht, was gemeint war, also hielt die Kassierein das Paket mit beiden Armen in die Luft. Jeder konnte nun sehen, was ich da kaufte. Nach kurzer Zeit schallte es dann 10 Euro aus der Regalreihe, wo ich gerade noch das Paket inspiziert hatte, nach vorne zur Kasse.

Zu Hause brannte ich förmlich darauf, die als so gut angekündigten Windeln endlich auszuprobieren. Die Demara comfort entpuppte sich als recht klein und dünn ausgefallene, hellblaue, dreimal zusammengefaltete, leise knisternde Windel mit einem Elastiksystem am Bündchen vorne und hinten. Dass diese Windel "für schwere und schwerste Inkontinenz", wie es noch erläuternd auf der Packung hieß, geeignet war, wagte ich arg zu bezweifeln.

Beim Anlegen merkt man, dass die Windel etwas kleiner als Konkurrenzprodukte ausfällt; so reichten die Klebestreifen nicht ganz so weit, was sich schnell als Vorteil herausstellte, da sie seitlich an der Hüfte verbleiben und beim Laufen nicht die Beine kratzen oder pieksen. Ebenfalls ungewohnt ist der sehr stark taillierte mittlere Bereich der Windel, wo zum Aufnehmen der Flüssigkeit nur wenig Saugmaterial zur Verfügung steht. Dafür ist Po- und Schrittbereich umso großzügiger mit Saugmaterial ausgestattet.

Ausführlicher Test: Zeit zum ausführlichen Tragen und Benutzen der Windel hatte ich erst eine knappe Woche später, da ich frei hatte: Morgens bin ich in einer gut gefüllten Attends aufgewacht, die ich dann nach einiger Zeit gegen eine Demara eintauschte. Die hellblaue Windel, die bei jeder kleinen Bewegung knisterte, ließ sich recht gut anziehen. Als ich die Klebestreifen geschlossen hatte, musste ich die Folie an der Hälfte noch etwas zurechrutschen, und ließ auch schon mal einen Tropfen in die Windel laufen. Nach dem Frühstück machte sich dann ein starker Druck aus der Darmgegend bemerkbar, und während ich noch überlegte, wie sich die Demara wohl vollgemacht anfühlen wurde, gab ich einfach dem Druck nach und entleerte mich auf den Knien hockend in meine Windel. Deutlich konnte man durch die dünne Windel von außen die zusätzliche Last befühlen und betasten; Komplikationen oder gar undichte Stellen gab es nicht. Nach dem Saubermachen, Waschen und eincremen zog ich eine weitere Windel derselben Sorte an, um einige Besorgungen zu erledigen. Noch während ich im Supermarkt das erste Mal einpullerte, erwies sich dies als riskantes Unternehmen - ich merkte deutlich, wie der Schrittbereich auf der einen Seite nass und kalt wurde. Beim Bäcker musste ich dann wieder einnässen, wobei es allerdings keine Probleme gab. Zu Hause merkte ich, dass mir ein Klebestreifen, wieder aufgegangen war, an den ich versehentlich nach dem Eincremen leider etwas Creme kommen ließ. Das war genau auf der Seite, auf welcher ich die kalte Nässe im Supermartk spürte - also kein Manko der Demara. Frisch gewickelt spazierte ich dann zur knapp 500 m entfernten Deutschen Bank, musste dann aber noch mal ein paar Unterlagen von mir zu Hause holen, so dass ich den Weg insgesamt 4 mal lief; mit jedem Einnässen wurde meine hellblaue Demara immer schwerer und rutsche durchs viele Laufen ein wenig nach unten, wodurch sie auch immer dicker wurde. Ich hatte noch vor, mir ein neues Fahrrad zu kaufen, welches ich dann auch mit dem nassen Windelpaket zur Probe fuhr- alles kein Problem, doch hatte ich das Gefühl, es wäre angebracht, nicht nochmal einzunässen. Zu Hause angelangt, konnte ich meine Windel noch nicht sofort wechseln, da bei uns in der WG etwas Trubel herrschte. Mir blieb nichts anderes übrig, als doch noch einmal einzunässen; von mir unbemerkt bildeten sich dann zwei kleine Flecken am Hinterteil meiner Hose. Beim Windelwechsel merkte ich, wie wenig Saugmaterial nur noch zwischen den Beinen verblieben ist - kein Wunder, dass es in einer derartig zusammengeknautschen Lage wenig zusätzliche Flüssigkeit aufnehmen konnte. Dies geschah dann auch bei der nächsten neuen Windel; anfangs konnte man gut einmachen, es war auch gut möglich, nochmal etwas nachzugeben, doch mit zunehmender Tragedauer nahm die Demara immer weniger auf - obwohl sie sich noch angenehm anfühlte. So setzte ich mich dann an meinen Computer, um diesen Bericht zu tippen, doch bin ich mittlerweile auf eine Tena umgestiegen, da meine Jeans auf einmal unangenehm nass wurde!

Es scheint schwer zu schätzen zu sein, ab wann die Demara nichts mehr aufnehmen kann; auch wenn sich die Windel noch gut anfühlt, kann damit bereits das Limit erreicht sein. Da macht die ansonsten recht angenehm zu tragende Windel unkalkulierbar.

Fazit: 20 Windeln für 10 Euro ist nicht schlecht. Bei einem Stückpreis von 50 Cent darf man aber auch nicht erwarten, dass die Demara in punkto Saugfähigkeit mit der groÃ?en Tena maxi mithält, deren Preis fast dreimal so hoch ist. Trotzdem kann man sie als dünne, unauffällige und vor allem billige Windel empfehlen, mit der man sich unauffällig zu Hause bewegen kann. Für einen Windelwechsel muss allerdings jederzeit eine Möglichkeit gegeben sein.

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1.10.02

Windel ohne Auslaufsperre

Einige Windelslips der Marke Euron haben immer noch keine integrierten Auslaufsperren. Lediglich die Euron Form compact - Windel weist an den Seitenkanten des Absorptionskerns die hilfreichen Vliesbarrieren auf, die sich an den Körper anpassen und in jeder Haltung zuverlässige Sicherheit bieten.

Nach einem kurzen Test der Euron super plus sind wir jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass dies die Auslaufsicherheit nicht wesentlich beeinträchtigt: Eine Testperson nässte eine Stunde vorm Schlafengehen in die Windel ein und behielt sie bis zum nächsten Morgen an. Beim weiderholten Einnässen in den frühen Morgenstunden und kurz vorm morgendlichen Windelwechsel trat trotz hohen Füllstandes keine Flüssigkeit aus der Windel aus. Lediglich die Bündchen zwischen Bein und Windel fühlten sich etwas feuchter an als bei vergleichbaren Windeln mit Auslaufschutz.

Das überraschende Ergebnis liegt wahrscheinlich dem auffälligen Saugkissen mit Rillenprägung - das gesamte Innere der Windel ist raoutenförmig eingestanzt. Im Euron-Produktprogramm heißt es dazu:"Das großflächige und anatomisch geformte Saugkissen erreicht eine maximale Aufsaugwirkung im Schrittbereich".

Wer es also mal etwas altmodisch mag und den Zeiten hinterher trauert, als die meisten Windeln noch keine Auslaufsperren hatten, kann sich auf die Euron super plus verlassen.

Kurze Anmerkung: Euron stellt zur Zeit sein Produktprogramm um; ob die neuen Produkte ebenfalls ohne Auslaufsperrren ausgestattet sind, weiß ich (noch) nicht.

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