Meinem guten Freund Wolle entgeht auch wirklich nichts: diesmal war es die AuflÖsung eines Lagers eines Pleite gegangenen Sanitätshauses. Mit dabei: riesige Mengen an uralten Tena Slip Super und Maxi. Der Entschluß zum Aufkauf der Restbestände war schnell gefasst, jetzt mussten nur noch irgendwie die Kisten von der Ostsee nach Berlin in unser Zentrallager geschafft werden.
Also machten wir uns mit einem geeigneten Gefährt auf die Reise und staunten nicht schlecht, als wir mitten in der Schleswig-Holsteinischen Pampa einen ganzen Transporter voller Windeln und Inkontinenzhilfen antrafen und dann anfingen, Kiste um Kiste zu verladen.
Bis hoch zum Dach wurden die Kisten gestapelt, so dass auch einem absoluten Laien das Tena-Logo nicht verborgen bleiben konnte. Das war zunächst auch kein Problem, doch wie sollten wir die Windeln vor neugierigen Blicken geschützt in das Berliner Lager tragen? Wir hatten ja eigentlich mit halbwegs "neutralen" Kisten gerechnet. Die LÖsung war schnell gefunden: es mussten Unmengen blauer Säcke beschafft werden, doch in Deutschland haben merkwürdigerweise die Geschäfte ja am Feiertag geschlossen, obwohl man da ja besonders gut einkaufen kÖnnte. Schließlich ist es mir gelungen, eine junge Kassiererin einer Tankstelle davon zu überzeugen, mir ein paar Rollen blauer Säcke mitzugeben. Als DankeschÖn gab es fünf Euro für die Kaffeekasse.
Nach einer einstündigen Verpackungsaktion im hintersten Winkel eines Autohofes, während welcher wir uns auch von der exzellenten Qualität und Neuwertigkeit der Tena Slip Super überzeugen konnten, haben wir uns dann mit unserer wertvollen Fracht auf den Rückweg gemacht. Jetzt lagern die Windeln für die nächsten Jahre an einem geheimen Ort in Berlin...
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